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Willkommen beim Verein
Freie Säkulare Humanisten Hamburg!

gbs-Autobahn

Der Verein Freie Säk­ul­are Hu­ma­nis­ten Ham­burg – fshh – dient dem freien Meinungsaustausch säkularer Humanisten. Er pflegt eine kritische Ra­tio­nali­tät aufbauend auf den Erkenntnissen der Nat­ur­wis­sen­schaf­ten und anderer evidenzbasierter Wissenschaften. Der Verein fühlt sich mit der Giordano-Bruno-Stiftung freundschaftlich verbunden.

Es gibt keinerlei ideologische Meinungs- oder Sprachregelungen, und es gibt auch keine politischen Vorgaben, solange nur die Prinzipien und Gesetze eines demokratischen Rechtsstaats und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte anerkannt werden.

Der Verein tritt insbesondere ein:

  • für Aufklärung und Vernunft und gegen Dogmatismus und Ideologie,
  • für Meinungsfreiheit und gegen Sprachregelung und Zensur,
  • gegen gesellschaftliche Diffamierung und Ausgrenzung von Mitmenschen,
  • für Mitarbeit in gesellschaftlichen und staatlichen Gremien,
  • für Unterstützung von Aktionen und Initiativen der Giordano-Bruno-Stiftung.

Mehr Informationen über den Verein finden Sie unter dem Menupunkt „Über uns“.

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AKTUELLE MELDUNGEN


2021-05-15 12:00

Schlacht der Identitäten
20 Thesen zum Rassismus

Buchbesprechung von Matthias Freyberg

Schlacht Identitäten

Nach „Aus Liebe zu Deutschland“ weist auch das neue Buch „Schlacht der Identitäten“ von Hamed Abdel-Samad Wege aus der augenblicklich zunehmenden Selbstblockierung der deutschen Gesellschaft. In seiner Besprechung legt Matthias Freyberg Wert auf den roten Faden der vielschichtigen Beobachtungen und Analysen des Buches.

Folgen wir dem knappen Stil des Buches und springen mitten hinein in die brisante Thematik.

Die Welt ist technisch, wissenschaftlich und wirtschaftlich zusammengerückt. Damit ist sie aber nicht automatisch einiger, demokratischer, und der Mensch lässt nicht in einem großen Sprung nach vorn allenthalben „Vernunft“ oder „Rationalität“ walten. Dass wir in vielerlei Hinsicht in Zeiten des verstärkten Wandels mit überaus weitreichenden Konsequenzen leben, ist in der Praxis erst in Ansätzen erkennbar – man sieht gewissermaßen nur die Spitze des Eisberges. Die Geister, die die sozialen Medien freigesetzt haben, müssen eingefangen und gezähmt werden. Die Demokratie befindet sich in einer existentiellen Bewährungsprobe. Die Umweltproblematik – untrennbar verbunden mit dem Sachverhalt der Überbevölkerung – ist seit Jahrzehnten bekannt und spitzt sich zu. Es wird sich also vieles ändern (müssen), und das ist die Hintergrundfolie für die in dem Buch behandelte Thematik.

Darüber hinaus liegt auf der Hand, dass man das Thema Rassismus nicht isoliert betrachten kann, sondern sich ihm zwangsläufig im Kontext eines Menschen- und Weltverständnisses nähern muss.

Abdel-Samad stellt zunächst fest, dass angesichts des Ansturms von Veränderung manche sich flüchten in identitäre Utopien, die es nie gab und geben wird und denen von anderer Seite Visionen gegenübergestellt werden, die vielleicht unrealistisch, jedoch in keinem Fall verordnet werden können. Lösungen müssen gemeinsam erarbeitet und errungen werden. Entscheidend ist die Beobachtung, dass eine auf Ablehnung und Schuld basierende Debatte asymmetrisch verläuft und in erster Linie Widerstand hervorruft: „… denn die Kehrseite der Schuld ist Aggression“. Die zzt. desolate deutsche Streitkultur erweist sich als zentrales Hindernis.

Nüchtern hält Abdel-Samad fest, dass „Rassismus“ eine Grundkonstante menschlicher Existenz und nicht zu eliminieren ist – mit der aber umzugehen und die einzuhegen ist. Wir alle müssen kategorisieren, einordnen und bewerten, um zurechtzukommen, und tun das immerzu – zu einem erheblichen Teil unbewusst. Jedoch: „Eine der Fähigkeiten, die den Menschen von anderen Tieren unterscheidet, ist die Fähigkeit zur Reflexion.“ Richtig ernst wird es also, wenn nicht immer wieder eine Selbstreflexion und Sachverhaltsprüfung erfolgt.

Beeindruckend ist, wie es Abdel-Samad gelingt, die Bedeutung der Verarbeitung je eigener Prägung und Lebensgeschichte und die dahinter stehende Dynamik herauszuarbeiten. Das gelingt durch den Bericht einer Begegnung mit einem zunächst aggressiven Fußballfan und mündet in folgende Aussage: „Ich konnte in ihm eine andere Identität erkennen, die größer war als die des Aggressors. Und ich konnte in mir eine andere Identität erkennen, die größer war als die des Verletzten. So beginnt Versöhnung mit sich selbst und anderen.“ Eine bemerkenswerte Feststellung – man braucht etwas „Bedenkzeit“, um ihrer Bedeutung innezuwerden.

Auf der Ebene der befreienden Selbstermächtigung liegt auch die bewusste Zurückweisung von einengenden Interpretationen, Denkschablonen und faktischen Verdrehungen, die aus vielerlei Quellen kommen können. Unvermeidlich rückt dabei auch die Religion in den Blick. Die Argumentation des Autors gegen die heutige identity politics mit PC und verordneter Sprachregulierung ist so kurz wie prägnant und unabweisbar. Diese mit allen Mitteln vertretene Ideologie führt in eine gefährliche Sackgasse und spaltet.

Dabei muss gelten: „Rassismus ist keine Einbahnstraße“. Die menschlichen „Webfehler“ sind uns im Prinzip allen gemein, und niemand ist dadurch davon befreit, dass er sie bei anderen zu kritisieren weiß.

Von der deutschen Geschichte, so verstehe ich den Autor, kann man sich nicht „befreien“ durch eine merkwürdige Verbindung von größtmöglicher Distanzierung und perpetuierten Schuldgefühlen, sondern vielmehr durch einen mühsamen Prozess, der neben den vielfältigen historischen Umständen vor allem die treibende individuelle und gesellschaftlich-menschliche Dynamik erfasst. Ein solcher Prozess befreit zu einer Übernahme von historischer Verantwortung und ermöglicht eine differenzierte Hinwendung zu einer neuen Kultur des Selbstverständnisses und der Handlungsmaximen. Verarbeitung und Verantwortung sind andere Kategorien als Schuld und Distanzierung.

Abdel-Samad sieht im Rassismus ein weltweites Problem mit gegenwärtig wachsendem Gefahrenpotential. Die oft anzutreffende wuchernde Verwendung des Begriffes ist dabei keinesfalls hilfreich und wird – man kann es nicht von der Hand weisen – oftmals strategisch bewusst eingesetzt. Nicht jede Meinungsverschiedenheit, jede Befindlichkeit und jedes Eigeninteresse sollte umstandslos einem verachtungswürdigen Rassismus zugeordnet werden. Das Verlangen nach Identität und Beheimatung ist eine menschliche Grundkonstante und nicht reflexartig mit Rückwärtsgewandtheit gleichzusetzen. Nicht jede menschliche Schwäche bedeutet tatsächlich den Absturz in einen ewigen moralischen Orkus. Zitat für das säkular-humanistische Stammbuch: „Eine empathische Gesellschaft kämpft nicht gegen die Natur des Menschen, sondern hebt das Beste in ihm hervor“.

Interessenkonflikte sind immer und überall. In Zeiten des Wandels und existentieller Bedrohungen können sich Abwärtsspiralen menschlichen Verhaltens schnell entwickeln. Abdel-Samad: „Rassismus wird zum Ausdruck eines Verteilungskampfes um knappe Ressourcen.“

Wie kommen wir also von der Schlacht der Identitäten zu einem Miteinander der Identitäten? Wie wollen wir Gesellschaft gestalten und praktische Probleme konstruktiv lösen? Wenn ich es richtig verstehe, sieht Abdel-Samad den Weg in der Verbindung von persönlicher Reifung und einem offenem gesellschaftlichen Diskurs. Letzterer dient dem Herausarbeiten bestmöglicher, tragfähiger und zustimmungsfähiger Lösungen. Dabei ist Naivität fehl am Platze. Streit und Irrtümer sind unvermeidlich, es ist immer ein Preis zu zahlen, und auch Härten sind unvermeidlich. Durch den Prozess tragen muss die Verbindung von heutigem Wissen und dem Bewusstsein für die menschliche Dynamik. Ernsthaftes Bemühen (guter Wille), Verantwortungsbewusstsein, Toleranz, Perspektivwechsel und bürgerliches Engagement sind die Werkzeuge. Vorstellungen von perfekter und stabiler menschlicher Souveränität sind unrealistisch und eher hinderlich. Nur ein gemeinsam erstrittener verbindlicher Rahmen, der zwangsläufig auch Begrenzungen und Einschränkungen enthält, ermöglicht Individualität, Vielfalt und eine bestmögliche dynamische Balance der Gesellschaft.

Wer wissen will, wie eng die Suche nach Klärung und Gemeinsamkeit mit der Notwendigkeit zu Abgrenzung und Selbstschutz verzahnt ist, der schaue auf die Lebenssituation von Hamed Abdel-Samad.

In These 20 fragt Abdel-Samad rhetorisch: Die empathische Gesellschaft – eine Utopie?

Tatsächlich hält er die Entwicklung auf diese „Utopie“ hin für eine notwendige Voraussetzung für die Bewältigung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts!

Was diesen Prozess behindert und was uns auf dem Weg dahin voranbringt, wird in einer ganzheitlichen Sichtweise ausgeführt. Dabei werden auch tatsächlich oder vermeintlich sich in der Rassismusfalle befindende Menschen nach den Vorstellungen von Abdel-Samad nicht geächtet.

Natürlich können im Rahmen dieser kurzen und subjektiven Besprechung nicht alle im Buch erörterten Themen angesprochen werden – und schon gar nicht die vielschichtigen Beobachtungen und Analysen, die in bemerkenswert eingängige Formulierungen gegossen sind. Man lese unbedingt sein Buch!

Abdel-Samad packt eine Vielzahl sehr heiß diskutierter Themen an, die in Deutschland teilweise fast einen „Tabustatus“ errungen zu haben scheinen. Er folgt dabei unerschrocken einem inhaltlichen Weg. In die Falle, stichhaltige Argumente und Analysen zurückzustellen, weil sie instrumentalisiert werden könnten, tappt er nicht.

Warum ein Buch mit 20 Thesen? Weil – so wage ich den Autor zu interpretieren – die übersichtliche Gliederung in Thesen den Zugang erleichtert und dabei gleichzeitig sig­na­li­siert wird, dass diskutiert und gerungen werden muss, dass ein gemeinsamer Weg zu suchen ist.

Möge das Buch eine breite Leserschaft finden und eine ebenso breite wie konstruktive Diskussion anfachen.

Wedel, 15.5.2021

Dieser Beitrag erscheint auch auf der Seite der Richard-Dawkins-Foundation.

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2021-05-12 24:00

Weltlicher Humanismus
Joachim Kahl zum 80sten

Joachim Kahl 80

Dr. Dr. Joachim Kahl wurde anlässlich seines 80sten Geburtstags von Helmut Fink interviewt. In diesem Interview äußert sich Kahl nicht nur zu seinem Werdegang über Theologie, Atheismus, Marxismus hin zum Humanismus, sondern als wahrer säkularer Humanist auch zu Religionskritik, Trennung von Staat und Religion, Kunst, Spiritualität. Aber auch zu Themen wie Polemik und Irenik, Religionsunterricht, Sterbehilfe usw. bezieht er klar Stellung. Dieses erbauliche und interessante Interview ist sehr zu empfehlen!

Hier ist der Podcast des Interviews (1:19:06) und hier eine Kopie davon.

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2021-04-11 18:00

Wahnfahrt nach Gendern

Genderfaschismus

Spätestens wenn man nach Gendern kommt, verlässt man das Gebiet von Rational und Human. Folgt man der so­zio­logisch-femi­nis­ti­schen Ideologie der sogenannten Feministischen Sprachkritik (auch Feministische Linguistik genannt) mit der Forderung nach einer „gendergerechten Sprache“, dann folgt man der irrationalen und unmenschlichen Ideologie der lesbischen Männerhasserin Luise F. Pusch und ihrer Mitstreiterinnen. Luise Pusch gilt als Begründerin dieses Unsinns in Deutschland.

„Alle säkularen und religiösen Weltbilder sind menschengemacht und von Menschen veränderbar.“, so lautet die 4. von den 12 säkularen Thesen religionsfreier Menschen auf der fshh-Webseite. Obwohl viele Menschen unbedacht oder indoktriniert religiösen Unfug akzeptieren, würde kein aufgeklärter säkularer Humanist sich religiösen Doktrinen unterwerfen oder sie auch nur akzeptieren. Im Gegenteil, er setzt sich in einem säkularen Staat z. B. für die Beseitigung des Religionsunterrichts in staatlichen Schulen ein!

Genauso wie Dogmen bzw. Thesen der Religionen nicht nachvollziehbar oder gar rational begründbar sind, genauso wenig sind es die Dogmen bzw. Thesen zur Behauptung, die deutsche Sprache sei nicht „gendergerecht“, weil das grammatische Maskulinum zur Ungerechtigkeit gegenüber Frauen führe bzw. geführt habe. Und genauso wie viele Menschen unbedacht oder indoktriniert einer Religion anhängen, folgen auch viele Menschen unbedacht oder indoktriniert einer dogmatischen Gender­ideologie.

Zweck dieses Artikels ist es, die Ursachen diesen dogmatischen Unsinns bloßzulegen, mit rational-humanistischen Argumenten die Irrationalität des Genderns aufzuzeigen und dem Gendern aufklärerisch entgegenzutreten.

Die Urheberin, die bedauernswerte

Sowohl nach der deutschen als auch der englischen Wikipedia gilt Frau Pusch zusammen mit Senta Trömel-Plötz und Marlis Hellinger als Begründerin der Feministischen Sprachkritik in Deutschland. Deshalb gehe ich etwas ausführlicher auf Frau Pusch ein, insbesondere auch, weil die von ihr geforderte „gendergerechte Sprache“ von Vielen (auch Männern) ohne rational-kritische Prüfung gedankenlos unterstützt wird.

Die folgende Liste von Zitaten mag Ihnen einen Eindruck von Prof. Dr. Luise Pusch vermitteln:

Diese wahnhaften Äußerungen von Frau Pusch lassen eine früh beginnende Diskriminierung als Lesbe vermuten, unter der sie sehr gelitten haben muss. Als Folge davon scheint sie die Ausmerzung alles Männlichen anzustreben, besonders das generische Maskulinum ist ihr ein Dorn im Auge. Ihre Forderungen, die sie allgemein an die Gesellschaft richtet, sind aus ihrer subjektiven Sicht nachvollziehbar, gegenüber der zu ca. 95 % heterosexuellen Normalgesellschaft sind sie aber inhuman und irreal und daher nicht akzeptabel.

Wissenschaft zu betreiben bedeutet, Wissen in Form nachvollziehbarer, beweisbarer oder falsifizierbarer Erklärungen (Theorien, Hypothesen, Sätze) über ein bestimmtes Objekt des Interesses aufzubauen und zu organisieren. (Das Bestreben, Wissen in diesem Sinne zu erlangen, nennt man auch Forschung.) Die Linguistik ist eine Wissenschaft.

Frau Pusch hat ursprünglich zweifellos wissenschaftlich gearbeitet, siehe ihre Dissertation (Die Substantivierung von Verben mit Satzkomplementen im Englischen und im Deutschen, 1972) und ihre Habilitation (Kontrastive Untersuchungen zum italienischen gerundio, 1978). Danach aber fängt sie an, unwissenschaftlich dogmatische Ansichten über die deutsche Sprache zu propagieren, insbesondere behauptet sie, die deutsche Sprache sei nicht „gendergerecht“, Frauen hätten durch das generische Maskulinum in der Sprache das Nachsehen, sie seien nicht gleichberechtigt, sondern nur „mitgemeint“. Ihre ideologischen Forderungen nach einer „gendergerechten Sprache“ finden sich u. a. in allgemein-öffentlichen Medien wie z. B. der feministischen Zeitschrift EMMA.

Die Gleichberechtigung und Achtung aller Menschen ist nicht nur juristisch abgesichert, sondern gilt heute für die Mehrheit der Gesellschaft – insbesondere für aufgeklärte säku­lar-hu­manis­tische Menschen – als Standard und wird von ihr ausdrücklich begrüßt und unterstützt!

Der säkulare Humanismus vertritt Selbstbestimmung und individuelle Freiheit für jeden, solange die entsprechenden Rechte anderer dadurch nicht unzumutbar eingeschränkt werden. Die Forderung einer Minderheit (LGBT), die Sprache ihren Vorstellungen entsprechend zu verändern, verletzt die Freiheitsrechte der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft unzumutbar und ist daher inhuman.

Die Sprache hat sich evolutionär entwickelt, sie wurde dem Menschen nicht „von oben“ gegeben oder verordnet. In der Linguistik nennt man eine solche Sprache eine natürliche Sprache. Jetzt aber fordert Frau Pusch die Manipulation der Sprache. Sie hat sich damit von einer Wissenschaftlerin zu einer reinen Ideologin entwickelt. Bedauerlicherweise ist sie aufgrund ihrer persönlichen Lebensgeschichte unfähig, zu erkennen, dass die Feministische Sprachkritik eine nicht begründbare und realitätsferne Ideologie darstellt. Mit dieser Ideologie versucht sie aber, die Gesellschaft umzuerziehen.

Die Ideologien, die irrationalen

An unseren Universitäten gibt es Fakultäten, die ganz besonders der Gefahr unterliegen, statt wissenschaftliche Ergebnisse zu erarbeiten, unbeweisbare Ideologien hervorzubringen und zu propagieren. Nicht nur für die Theologie, sondern auch für die geisteswissenschaftlichen Fächer Soziologie, Politologie usw. ist diese Gefahr besonders groß. Die Genderforschung ist ein Zweig der Soziologie, und da sie auch auf Hypothesen beruht, die sogar naturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen widersprechen, ist sie keine seriöse Wissenschaft, sondern eine Ideologie, die durch ihre Forderungen an die Gesellschaft gefährlich ist.

Allerdings muss auch erwähnt werden, dass es Soziologen gibt, die diese ideologischen Probleme ihres Fachs erkannt haben und deshalb mit einer Akademie für Soziologie dem entgegen wirken wollen.

Die Akademie für Soziologie ist eine Fachvereinigung von Soziologen mit dem Zweck, eine ana­ly­tisch-em­pi­risch arbeitende Soziologie zu fördern.

So findet man auf der Webseite der Akademie für Soziologie sogar einen Beitrag zur Würdigung Hans Alberts anlässlich seines 100. Geburtstages. Hans Albert gilt als Hauptvertreter des Kritischen Rationalismus in Deutschland und ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.

Aber selbst die Akademie für Soziologie hat Schwierigkeiten zu erkennen, dass analytisch-empirische Wissenschaft bzw. kritischer Rationalismus nicht mit Gendern zu vereinbaren ist, findet man doch auf ihren Webseiten heftig gegenderten Text!

Die Realität, die verzerrte

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2021 erschien im humanistischen Pressedienst (hpd) der femi­nis­tisch-ideo­lo­gische Artikel „Die Coronakrise wirft uns zurück in alte Rollenbilder“. Darin wird apodiktisch behauptet, dass die Mehrbelastung durch die Coronakrise allein die Mütter trifft, wodurch das uralte Rollenbild der Frau wiederbelebt würde – welch eine Verzerrung der Wirklichkeit! Renton hat sich dazu in einem Kommentar klar und realistisch zur heutigen Situation der Frauen geäußert, ich wiederhole den Kommentar deshalb hier in voller Länge:

Liebe Frauen,

alles Gute zum Weltfrauentag!

Ich wünsche euch zum Weltfrauentag die Einsicht und die Weisheit, zwischen wirklichen und vermeintlichen Problemen zu unterscheiden. Insbesondere wünsche ich euch, dass ihr nicht den Scharlatanen auf den Leim geht, die euch folgendes einreden wollen:

  • Dass Frauen in Deutschland nicht gleichberechtigt wären. Sie sind es, haben sogar noch ein paar mehr Rechte als Männer. Wenn euch jemand erzählt, Frauen seien nicht gleichberechtigt, verlangt von ihm, euch auch nur einen Gesetzesparagraphen zu nennen, der Frauen weniger Rechte gewährt als Männern. Er wird keinen nennen können.
  • Dass Gleichberechtigung und Gleichstellung dasselbe seien.
  • Dass Gleichstellung ein unbedingt erstrebenswertes Ziel sei. Wer darunter gleiche Anteile von Männern und Frauen in Berufen und Positionen versteht, möchte Menschen unabhängig von ihren Interessen und Fähigkeiten in Bereiche drängen, in die sie nicht wollen. Auch Frauen.
  • Dass ein Anteil von 85 % Alleinerziehenden zeige, dass unsere Gesellschaft in diesem Bereich Lasten überwiegend Frauen aufbürde. Macht euch klar, dass viele dieser Frauen Sieger sind: Sie haben in einem Sorgerechtsprozess das alleinige Sorgerecht erstritten. Nicht die Gesellschaft hat das diesen Frauen aufgebürdet, sie haben es so gewollt. Verlangt von Menschen, die euch anderes erzählen, dass sie ihre Behauptung mit Zahlen belegen sollen: Welcher Anteil an Alleinerziehenden hat die Trennung von ihrem Partner und die Mitnahme der Kinder nicht gewollt? Und inwiefern ist das die Verantwortung der Gesellschaft? (Eine Witwe hat den Tod ihres Partners sicher nicht gewollt, aber die Gesellschaft trägt wohl kaum die Schuld an diesem Tod.)
  • Dass klassische Rollenverteilungen aufgebrochen werden müssten. Sie sind es bereits, und ihr seid frei, euch mit eurem Partner auf jede Rollenverteilung zu einigen, die euch beiden behagt. Ob diese Rollenverteilung traditionell oder modern sein soll, entscheidet ihr zwei allein. Lasst euch nicht einreden, dass „modern“ gut sei und „traditionell“ schlecht. Gut ist, was ihr in gemeinsamer Verantwortung entscheidet.

Nochmal alles Gute!

Fazit: Die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter, die Gleichberechtigung, wurde in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts erreicht – auch eine bestimmte Rollenverteilung wird nicht mehr durch Gesetze begünstigt oder gar vorgegeben. Auch in der Gesellschaft wird die Gleichberechtigung der Frau anerkannt. Eine Gleichstellung darüber hinaus kann es nicht geben, da diese mit den biologischen Gegebenheiten, physiologisch sowie psychologisch, nicht zu vereinbaren ist und zudem dem Menschenrecht auf individuelle Freiheit widerspricht. Das ist die Realität. Alte Rollenbilder sind längst aufgebrochen. Frauen und Männer entscheiden heute autonom, wie sie miteinander leben wollen – niemand hat sie da zu bevormunden!

Die Sprache, die unbekannte

Woher kommt unsere Sprache? Wie haben wir unsere Sprache gelernt? Warum ist unsere Sprache so, wie sie gerade ist?

Zur Entstehung der menschlichen Sprache gibt es etliche unbewiesene Hypothesen. Eines scheint aber unstrittig: Unsere Sprache hat sich zugleich mit unserer evolutionären Entwicklung herausgebildet. Es ist eine Eigenheit der Säuger, dass ihre Nachkommen ausschließlich von (heterosexuellen) weiblichen Exemplaren geboren und anschließend ernährt und meist auch gepflegt werden. Auch das soziale Verhalten wird anfangs meistens durch sie geprägt. Beim Menschen gehört dazu auch das Vermitteln der Sprache, nicht von ungefähr spricht man deshalb von „Muttersprache“.

In der deutschen Sprache, einer Sprache mit Genussystem (nicht Genusssystem!), gibt es die drei Genera Maskulinum, Femininum, Neutrum. Dabei gibt es aber keine Regel, dass das grammatische mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmen muss, wenn von einer Person die Rede ist. Das Deutsche hat andere Regeln. Z. B. sind alle Wörter, die durch Wortbildung entstanden sind und auf -er enden, Maskulina, und zwar unabhängig davon, ob sie eine männliche oder weibliche Person oder eine Sache bezeichnen. So bezeichnet z. B. das Wort Kühler (maskulin, abgeleitet von kühlen) eine Sache. Das Wort Tänzer (maskulin, abgeleitet von tanzen) kann eine männliche Person bezeichnen wie in dem Satz „Jens ist ein guter Tänzer.“ Es kann aber auch als generisches Maskulinum verwendet werden, d. h. als Personenbezeichnung ohne Aussage zum biologischen Geschlecht der Person bzw. der Personen, wie in dem Satz „Die besten Tänzer waren Jens und Uta.“ Es gibt viele Wörter, die als generisches Maskulinum verwendet werden können, einige sogar auch zur Bezeichnung weiblicher Personen wie z. B. in der Aufforderung „Uta, Liebling, schau doch mal!“ Es gibt zwar auch generische Feminina wie z. B. Lehrkraft und Geisel und auch generische Neutra wie z. B. Kind und Mitglied, aber die Menge der generischen Maskulina ist viel größer. Woher jedoch allgemein die Genera kommen, weiß die Linguistik nicht, obwohl es verschiedene Theorien darüber gibt.

Bezüglich des Deutschen fragen wir uns: Warum wird den Kleinkindern von ihren Müttern eine Sprache mitgegeben, in der – insbesondere, wenn sie sich auf Tätigkeiten und Berufe bezieht – das Maskulinum häufiger als das Femininum vorkommt?

Eine Theorie: Heterosexuelle Frauen sind naturgemäß an Männern interessiert. Im Laufe der Evolution benutzten oder beförderten die Mütter daher im Umgang mit ihren Kindern unbewusst eher Sprachelemente mit Bezug zum Männlichen. Damit wäre auch verständlich, dass Lesben das Männliche in der Sprache, insbesondere das generische Maskulinum verabscheuen und bekämpfen. Homosexuelle Männer dagegen haben kein Problem mit dem Maskulinum, da sie (ebenso wie heterosexuelle Frauen) ebenfalls an Männern interessiert sind. Heterosexuelle Männer sind naturgemäß an Frauen interessiert, hatten aber keinen entsprechenden Einfluss auf die Sprachentwicklung der Kinder. Sie scheinen allerdings eher feministischen Forderungen zu erliegen – selbst wenn diese nicht gerechtfertigt sind.

Die Sprache, die „gendergerechte“

Die Forderung nach einer „gendergerechten Sprache“ wird damit begründet, dass insbesondere das generische Maskulinum Frauen im Deutschen benachteilige. Es ist ein manipulatorischer Kunstgriff der feministischen Linguistik, zu behaupten, Frauen seien in dieser Form „nur mitgemeint“. Tatsächlich steht das generische Maskulinum für Personen ohne Aussage über das (biologische) Geschlecht, es umfasst Männer und Frauen gleichermaßen. Das ist etwas ganz anderes als „nur mitgemeint“. In Sprachen ohne Genussystem, wie z. B. Finnisch, Ungarisch, Türkisch, Bengali, Japanisch, gibt es diese Besonderheit nicht.

Das Türkische ist eine „gendergerechte Sprache“, folglich können die Frauen in der Türkei gegenüber den Männern nicht benachteiligt sein!

Sprachen ohne Genussystem wären also „gendergerecht“, d. h., dass in Ländern mit solchen Sprachen Frauen sprachlich nicht benachteiligt sein könnten. Wenn die Sprache das Denken beeinflusst, wie behauptet wird, dann können Frauen in diesen Ländern auch gesellschaftlich nicht benachteiligt sein. Am Beispiel des Türkischen sieht man, dass diese Argumentation falsch ist. Eine natürliche Sprache bevorzugt oder benachteiligt weder Frauen noch Männer. Sie wird durch (heterosexuelle) Frauen an die nächste Generation weitergegeben, sie ist nicht die Sprache der Männer, sondern die Sprache der Gesamtgesellschaft.

Gendersprech = Neusprech

In totalitären, diktatorischen Systemen der Neuzeit gab es immer den Versuch, bestimmte Wörter durch Propaganda positiv zu betonen und zugleich andere auszumerzen, um politisch-ideologische Ziele zu befördern. Beispiele dafür sind die politisch-ideologischen Systeme des Kommunismus und des Nationalsozialismus.

Viel weitgehender sind die sprachpolitischen Maßnahmen, die George Orwell in seinem 1949 veröffentlichten dystopischen Roman 1984 beschreibt. Im Anhang erklärt Orwell ausführlich die Sprachregelung des im totalitären Staat eingeführten „Neusprech“ unter der Überschrift „The Principles of Newspeak“. Hier eine Übersetzung des Anhangs.

Das Buch erschien vor über 70 Jahren. Damals konnte man das Neusprech nicht mit der damaligen Realität assoziieren, weil es damals keine bemerkbaren sprachpolitischen Bestrebungen gab. Das ist heute ganz anders: Der Vergleich des Neusprech aus dem Buch 1984 mit den heutigen Sprachregelungen durch Staat, Mainstreammedien und gewisse NGOs ist erschreckend – auch und besonders bezüglich des Genderns!

Neusprech (Newspeak) heißt die sprachpolitisch umgestaltete Sprache in George Orwells dystopischem Roman 1984. Durch Sprachplanung sollen sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten beschränkt und damit die Freiheit des Denkens aufgehoben werden. Der fiktive totalitäre Staat Ozeanien entwickelt diese Sprachform, um die Ideologie von „Ingsoc“ (English Socialism) im Unterbewusstsein der Menschen zu verankern. (Aus Wikipedia)

Die forcierte Einführung speziell einer „gendergerechten Sprache“ in staatlich kontrollierten Institutionen (insbesondere Universitäten und sogar Schulen) und den Mainstreammedien ist das in der Öffentlichkeit auffälligste Beispiel für einen Demokratieverlust in Deutschland.

Während ich mich mit dem Problem des Genderns beschäftigte, konnte ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass – vielleicht weniger auffällig für die breite Öffentlichkeit – das Gendern zugleich mit anderen undemokratischen Vorgängen einhergeht. Hier der Versuch einer Auflistung aller Phänomene, die ich wahrgenommen habe und als totalitär empfinde:

  • forcierte Einführung einer gendergerechten Sprache,
  • Einforderung von Political Correctness,
  • Androhung und sogar Durchführung von „Konsequenzen“ bei „unangepasster“ freier Meinungsäußerung,
  • Hass und Hetze durch Politiker gegen Andersdenkende,
  • Hass und Hetze in Mainstreammedien gegen Andersdenkende,
  • Beschuldigung Andersdenkender, Hass und Hetze zu betreiben,
  • gesellschaftliche Ächtung und Ausgrenzung Andersdenkender,
  • gesellschaftliche Vernichtung Andersdenkender,
  • staatlich gesteuerte Programme zu staatlich genehmer „politischer Bildung“,
  • staatlich forcierte Zensur und Kontrolle sozialer Medien,
  • staatliche Förderung von NGOs zum Diskreditieren und Denunzieren Andersdenkender,
  • Missbrauch staatlicher Einrichtungen zur Denunziation und zum Zersetzen von Opposition.

Alle diese Phänomene werden „von oben" gefördert oder gar verordnet – Merkmale eines totalitären Staates. Ich empfinde sie als zutiefst un­demo­kra­tisch und inhuman!

Die Legislative wird ständig undemokratischer und volksferner. Noch funktioniert die Judikative, noch können die schlimmsten Auswüchse dieser Entwicklung verhindert werden, aber ich fürchte, die Infiltration der Judikative u. a. mit „Genderrichtern“ durch undemokratisch-politische Kräfte hat schon begonnen.

Die Vereine, die aufklärerischen

Es waren zunächst kleine, aber lautstarke Minderheiten, die mit Erfolg die ihnen vorenthaltenen Rechte (Gleichberechtigung) von der Gesellschaft einforderten. Heutzutage reden diese Minderheiten – darunter sind heute offenbar insbesondere lesbische Feministinnen – immer noch von Ungerechtigkeit (die früher ja tatsächlich vorhanden war), erklären die heutige Generation als mitverantwortlich und schuldig an dem früheren Unrecht und stellen – als Kompensation für das frühere Unrecht – ungerechtfertigte Forderungen an die für den Fortbestand des Menschen so wichtige heterosexuelle Normalgesellschaft. Es geht ihnen schon längst nicht mehr um ihre Gleichberechtigung, sondern darum, die Männer zumindest sprachlich die gleiche Ungerechtigkeit erdulden zu lassen, unter der ihrer Meinung nach die Frauen früher gelitten hätten.

Offenbar folgen viele Menschen unbedacht dieser unlogischen und unethischen Argumentation, obwohl diese Minderheiten heute in der Gesellschaft frei, gleichberechtigt und geachtet leben können. Die neuen Forderungen widersprechen dem Prinzip des Humanismus, weil die Freiheit anderer, der Mehrheitsgesellschaft, unzumutbar eingeschränkt wird. Die Einführung der (angeblich) „gendergerechten Sprache“, die extremste und auffälligste ihrer Forderungen, soll der Mehrheitsgesellschaft aufgezwungen werden. Dadurch würde die natürlichen Sprache zerstört.

Zum Schluss möchte ich noch auf den Artikel Seit wann ist Sprache gerecht? des Linguisten Prof. Dr. Josef Bayer (Universität Konstanz) verweisen. Dieser Artikel schließt mit den Worten:

„Mir ist es gerade im Zusammenhang mit Luise Pusch, die ich vor langer Zeit persönlich kennen und auf eine gewisse Weise durchaus auch zu schätzen gelernt habe, wirklich unverständlich, wie aufgeklärte Menschen, die sich ehemals oft sogar als politisch links eingestuft haben, dem zutiefst anti-liberalen Wesen der feministischen Sprachmanipulationen auf den Leim gehen können.“

Und ich frage mich:

Wie lächerlich machen sich säku­lar-hu­ma­nis­tische Vereine, die einerseits aufklärerisch gegen religiösen Unsinn auftreten, aber andererseits ihre Webseiten gendern?

Gerade von säkular-humanistischen Gruppierungen und Vereinen darf man erwarten, dass sie den Gen­der­un­sinn nicht anpasserisch mitmachen, sondern ihm kritisch-rational entgegenwirken, ganz im Sinne der Aufklärung!

Dieser Beitrag erscheint auch auf der Seite der Richard-Dawkins-Foundation.

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2021-01-22 24:00

„Die Philosophie ist tot!“

Philosophieren

„Nachdem Buddha tot war, zeigte man noch Jahrhunderte lang seinen Schatten in einer Höhle – einen ungeheuren schauerlichen Schatten. Gott ist tot: aber so wie die Art der Menschen ist, wird es vielleicht noch Jahrtausende lang Höhlen geben, in denen man seinen Schatten zeigt. Und wir – wir müssen auch noch seinen Schatten besiegen!“, so Friedrich Nietzsche 1882 in seiner Schrift „Die fröhliche Wissenschaft“ (Buch 3|108; 1882/1897).

Heute, nach über 130 Jahren, verstehen immer mehr Menschen den Wahrheitsgehalt dieser Prophezeiung Nietzsches. Wie lange es wohl dauern wird, bis die Menschen eine analoge Feststellung verstehen werden:

„ ‚Die Philosophie ist tot‘, verkünden Stephen Hawking und Leonard Mlodinow gleich auf den ersten Seiten ihres Buches ‚Der große Entwurf‘. Sie konnte nicht mehr mit den neuen Erkenntnissen der Naturwissenschaft mithalten und sei nun nicht mehr in der Lage die ‚großen‘ Fragen zu beantworten.“, so nach der Rezension des Astrophysikers Florian Freistetter.

Bertrand Russell beschreibt etwas respektlos – aber, wie ich finde, treffend – „Philosophieren“ als „Spekulieren“; so wird dem Begriff auch ein unbegründet okkultistischer Nimbus genommen. Mit Spekulieren ist aber nicht ein mehr oder weniger zufälliges Probieren oder Herumstochern gemeint. Umfangreiche Allgemeinbildung, gute Assoziationsfähigkeit und kritische Rationalität sind wichtige Voraussetzungen zum Philosophieren bzw. Spekulieren.

Was ist nun eine Philosophie? Nichts weiter als eine Spekulation? Sicher! Wenn sich herausstellt, dass eine Philosophie beweisbar oder falsifizierbar ist, dann ist sie keine Philosophie mehr, sondern eine wissenschaftliche Theorie oder Hypothese. Gelingt es, die Theorie oder Hypothese zu falsifizieren, dann wird sie als unbrauchbar verworfen. Konnte sie aber trotz intensiver Bemühungen bisher nicht falsifiziert werden, dann kann sie zu praktischen Anwendungen führen. Dafür gibt es viele Beispiele. Ist eine Philosophie aber grundsätzlich weder beweisbar noch falsifizierbar, gehört sie in den Bereich der Phantasie. Werden solche Ideen umgesetzt, z. B. in Form von Regeln oder Gesetzen, dann sind die Auswirkungen für die Gesellschaft nicht vorhersehbar und daher höchst riskant. Auch dafür gibt es viele Beispiele.

„Allmählich stellte sich heraus, daß ein großer Teil der Philosophie sich auf etwas reduzieren läßt, was man als »Syntax« bezeichnen kann, wenn auch dieser Begriff hier in einem etwas weiteren Sinn als gewöhnlich anzuwenden ist. Einige Leute, vor allem Carnap, haben die Auffassung vertreten, alle philosophischen Probleme wären in Wirklichkeit syntaktische Probleme; wenn Fehler in der Syntax vermieden werden, ist jedes philosophische Problem damit entweder gelöst oder als unlösbar erkannt.“
[Bertrand Russell, Philosophie des Abendlandes] Siehe dazu auch Rudolf Carnap, Die Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache (1931).

Gibt es einen Unterschied zwischen Religionen und Philosophien? Beides sind Phantasien, dabei zeichnen sich jedoch Philosophien im Allgemeinen dadurch aus, dass sie keinen Gott bzw. keine höhere Machtinstanz postulieren. Man könnte deshalb auch sagen:

„Philosophien sind Religionen ohne Gott“

Religionen bieten ein erhebliches Manipulations- und Missbrauchspotential! Speziell Schulen werden von Religionsgemeinschaften, mittels der Gesetzgebung, zum Missionieren der Kinder missbraucht. Deshalb wird aus säkular-humanistischer Sicht zu Recht gefordert, zum Religionsunterricht – solange dieser nicht grundgesetzlich abgeschafft ist – ein alternatives Unterrichtsfach (Philosophie, Ethik oder Werteunterricht) anzubieten. Da Philosophien (Spekulationen) nicht begründet sind, besteht auch bei ihnen die Möglichkeit, den Kindern dogmatisch Ideologien zu vermitteln. Es bleibt zu hoffen, dass diese Gefahr hinreichend berücksichtigt werden kann. Eine Märchenstunde wäre im Zweifel die bessere Alternative, da dann den Kindern bewusst ist, dass ihnen Phantasiegeschichten erzählt werden!

Auch deshalb halten wir es mit Stephen Hawking und Leonard Mlodinow:

„Die Philosophie ist tot!“

Dennoch lasst uns fröhlich philosophieren! Denn spekulatives Phantasieren kann großen Spaß machen…, seien wir dabei aber auf der Hut, dass unser rationales Handeln dadurch nicht beeinträchtigt werde!

(Artikel als PDF-File)

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2020-12-10 12:00

Es ist Zeit, „Wehret den Anfängen!“ zu rufen

meint Henryk M. Broder

§130 StGB

Heute ist der Tag der Menschenrechte. Henryk M. Broder äußert sich anlässlich dieses Gedenktages sorgenvoll zur Gedankenwelt deutscher Politiker, die anscheinend skrupellos mit Begriffen wie „Zwangseinweisung“, „Absonderung“ und „Quarantänebrecher“ umgehen. Er bedauert, dass die „Zivilgesellschaft“ in ihrem „Kampf gegen rechts“ diese Ungeheuerlichkeiten nicht wahrnimmt. Stattdessen lässt sie sich von der Regierung erklären, wie „Demokratie leben!“ funktioniert.


Zu Henryk M. Broders Artikel

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2020-12-07 12:00

Das Ende von Humanismus und Demokratie

Das Ende von Humanismus und Demokratie

Wir erleben heute den Niedergang von Humanismus und Demokratie. Das wird auch deutlich durch einen Artikel des Medienwissenschaftlers Prof. Dr. Norbert Boltz, in dem es heißt: „Die Geschichte der Bundesrepublik war bis zur Jahrtausendwende durch einen verantwortungsbewussten Reformismus geprägt. Davon kann heute nicht mehr die Rede sein. Mit einer simplen Fünf-vor-zwölf-Rhetorik will die politisch-mediale Elite in allen Lebensbereichen einen radikalen Wandel herbeiführen – mit dem Versprechen, dass man Deutschland bald nicht wiedererkennen wird.“
Zum vollständigen Artikel mit dem Titel:


Die Propagandisten des permanenten Ausnahmezustands

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2020-11-10 24:00

Grenzen der Toleranz

Streitkultur

Hamed Abdel-Samad, ein wahrer Humanist und Demokrat, hat die Konsequenz daraus gezogen, dass die Deutsche Islamkonferenz unter dem Deckmantel der Toleranz nach wie vor nur den Islamverbänden dient „z. B. in den Bereichen islamischer Religionsunterricht, islamische Theologie an Universitäten, Moscheebau und Prävention von Muslimfeindlichkeit“. Deswegen erklärte und begründete er in einem Schreiben an Innenminister Horst Seehofer am 10. November 2020 seinen Rücktritt von der Islamkonferenz. Mit diesem Video-Interview (8 min.; Kopie) hat die Bild-Zeitung seine Begründungen veröffentlicht.

Hamed Abdels-Samads offener Brief an den Innenminister:

Sehr geehrter Herr Innenminister Horst Seehofer,

hiermit trete ich aus der deutschen Islamkonferenz (DIK) zurück. Als ich vor 10 Jahren in dieses Forum eingeladen wurde, hatte ich die Hoffnung, Teil eines ehrlichen Dialogs über den Islam in Deutschland zu werden. Doch seit dieser Zeit konnten die Islamverbände alle kritischen Themen, die die kritischen Stimmen auf den Tisch gebracht haben, wie etwa das Thema Radikalisierung von jungen Muslimen oder die Stellung der Frau, aus der Tagesordnung verbannen. Am Ende blieben nur die Themen, die für die orthodoxen Verbände, nicht für die Gesamtgesellschaft, von Relevanz sind, wie Imamausbildung, Islamunterricht und muslimische Seelsorge. Mir wurde klar, dass die Verbände nur Geld vom Staat wollten, und dass der Staat nicht einmal wusste, was er von den Verbänden will!

Ich stellte fest, dass die staatlichen Vertreter ebenfalls keine kritischen Stimmen wirklich hören wollen. Man hat uns eingeladen, um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass alle Stimmen im Forum vorhanden sind. Doch die Realität ist: Der Staat biedert sich den Vertretern des politischen Islam in dieser Konferenz an und ignoriert alle Warnungen und Vorschläge der kritischen Stimmen. Bei der letzten öffentlichen Sitzung erklärte der DITIB-Chef, dass er Absolventen der Fakultäten für islamische Theologie der deutschen Universitäten nicht als Imame einstellen würde, weil diese die DITIB-Standards nicht erfüllen würden. Ich habe danach erwartet, dass die anwesenden Vertreter des Staates sich über diese Arroganz empören, doch dies ist nicht passiert. Stattdessen unterstützt der Staat nun, dass die DITIB und andere Vereine selbst ihre Imame ausbilden und zwar auf Kosten der Steuerzahler.

Nein, ich mache nicht mehr mit. Denn die DITIB-Standards sind: Loyalität zu Erdoğan und zum türkischen Nationalismus.

Ja, lieber Herr Innenminister, ich mache auch die Islamkonferenz für die politische Aufwertung von DITIB und dem Zentralrat der Muslime verantwortlich und somit für den Aufbau von Erdoğan-Kult und die Stärkung des politischen Islam mitverantwortlich! Und ich halte die Unterstützung dieser Vereine nicht nur für Veruntreuung von Staatsgeldern, sondern auch für eine Gefahr für die Innere Sicherheit.

Deshalb nehme ich weder an der heutigen Sitzung noch an zukünftigen Sitzungen der Islamkonferenz teil und ziehe mich endgültig zurück.

Wir haben Sie oft gewarnt, unsere Warnung wurde nicht gehört. Nun tragen Sie die ganze Verantwortung alleine!

Hamed Abdels-Samads offener Brief erschien zuerst auf seiner Facebookseite.


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2020-10-09 18:00

Aus Liebe zu Deutschland!

HAS

Der Humanist Hamed Abdel-Samad beklagt in einem ZDF-Interview (15 min.) den Verlust der Streikultur in Deutschland, warnt vor seinen Folgen und ruft auf zur Rückbesinnung auf humanistische Werte wie Meinungsfreiheit und gegenseitigen Respekt. Das Video.

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2020-06-27 14:00

Wo der Mohr für Ärger sorgt

Restaurant

Wenn man auf einer „humanistischen“ Webseite liest, dass jede Form des Rassismus entschieden abgelehnt wird, muss man sich fragen, ob hier nicht die Infektion mit dem „abseitigsten Aktivistengehudel“ durchschimmert. Warum sonst müssen Humanisten eine solche Selbstverständlichkeit extra betonen? Alexander Wendt schreibt in seinem Artikel „Über die skandalöse Abbildung von Afrikanern, Aktivistinnen, die vieles rassistisch finden, und schwarze Köpfe in Kiel“:


Zu Alexander Wendts Artikel

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2020-05-15 12:00

Religiöse Indoktrination an Hamburger Schulen!

Indoktrination

Wie schwer es ist, das eigene Kind fernab von Aberglaube und Religion zu erziehen, merkt man spätestens nach der Einschulung. Sollten plötzlich Sätze fallen wie „Gott hat mich und die Welt erschaffen“ oder „Ich komme in die Hölle, wenn…“, dann ist dies meist bedingt durch den sogenannten „Religionsunterricht für alle“. Doch was es genau damit auf sich hat und wie man das eigene Kind eventuell davon befreit und wie es danach weitergeht, das wissen leider nicht alle.

Die Freien Säkularen Humanisten klären auf!

  1. Der sogenannte „Religionsunterricht für alle“ an staatlichen Schulen ist in Wirklichkeit ein religiöser Bekenntnisunterricht: Zurzeit hat ausschließlich die Evangelische Nordkirche das letzte Wort über die Inhalte dieses Unterrichts, nicht die Stadt Hamburg! Zukünftig wird die Nordkirche diesen Unterricht gemeinsam mit den Muslimen (DITIB, SCHURA, VIKZ), Aleviten, Juden und eventuell auch Katholiken verantworten. Zusätzlich zu den bestehenden Lehramtsstudiengängen für evangelische und katholische Religionslehrkräfte an der Universität Hamburg gibt es auch schon solche für islamische und alevitische Religionslehrkräfte.
  2. Die Nordkirche verweigerte bisher jede Mitsprache bei der Bestimmung des Lehrinhalts durch humanistische und aufgeklärte Vereine. Daran wird sich auch zukünftig nichts ändern obwohl die Mehrheit der Hamburger konfessionsfrei ist!
  3. Unabhängig von der eigenen Religion/Weltanschauung ist eine Abmeldung vom Religionsunterricht jederzeit formlos und ohne Angabe von Gründen möglich (Art 7 (2) Grundgesetz). Und es darf niemand aufgrund seiner Weltanschauung benachteiligt oder bevorzugt werden (Art 3 (3) Grundgesetz).
  4. Eine Abmeldung ist nicht nur zum Halbjahreswechsel, sondern auch während des laufenden Schuljahres möglich.
  5. Genau genommen müssten die Eltern erst gefragt werden, ob ihre Kinder am Religionsunterricht teilnehmen sollen: Nur weil die Schulbehörde unter dem evangelischen Senator Ties Rabe die Kinder ungefragt missionarisch bevormundet, muss man sich in Hamburg überhaupt erst vom Religionsunterricht abmelden.
  6. Erst ab der 7. Klasse wird Philosophie als alternatives Wahlpflichtfach zum Religionsunterricht angeboten. In den jüngeren Jahrgangsstufen haben während des Religionsunterrichts die abgemeldeten Kinder unterrichtsfrei. Sie müssen an keinem anderen Unterricht teilnehmen, müssen aber in der Schule beaufsichtigt bzw. im Rahmen des Betreuungsangebotes betreut werden (§ 31 (1) bzw. § 13 (1) Hamburgisches Schulgesetz).
  7. Kinder ab 14 Jahren entscheiden über die Teilnahme am Religionsunterricht selbst. Eine Anmeldung durch Eltern oder Schule gegen ihren Willen ist rechtswidrig.

Abmelde-Mustertext

Als Flugblatt. Und hier eine diesbezügliche Petition auf change.org zum Mitzeichnen!

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2019-09-15 18:00

Re­li­gi­ons­un­ter­richt für alle?

von Gisela Schröder

GS Hamburg

Re­li­gi­ons­un­ter­richt für alle oder Re­li­gi­ons­un­ter­richt abschaffen? Auf welcher Basis ist ein gemeinsamer Werteunterricht von konfessionsgebundenen und konfessionsfreien Schülern möglich? Impulsvortrag zur Podiumsdiskussion auf dem Deutschen Humanistentag 2019 in Hamburg.


Zum Vortrag
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Menschlichkeit & Vernunft
statt

Neusprech
Gendersprech
Hass- & Hetzsprech


12 säkulare Thesen religionsfreier Menschen


12 Orientierungen fürs Leben


TREFFEN

Unsere Treffen finden zurzeit jeweils freitags ab 19:00 Uhr als Telefonkonferenz (Telko) oder als Videokonferenz (Jitsi oder Zoom) statt. Für die Vidko benötigen Sie einen Computer mit Internet­zugang, Mikrofon und Kamera oder ein Smartfon (mit entsprechender App).

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AKTU­ELLE TER­MINE


Fr. 18. Juni 2021, ab 19:00 Uhr: Telko unter: 089-4433-3333 oder +49-89-4433-3333, Code: 51194614. Eventuell Jitsi oder Zoom.


Fr. 25. Juni 2021, ab 19:00 Uhr: Telko unter: 089-4433-3333 oder +49-89-4433-3333, Code: 51194614. Eventuell Jitsi oder Zoom.


Fr. 2. Juli 2021, ab 19:00 Uhr: Telko unter: 089-4433-3333 oder +49-89-4433-3333, Code: 51194614. Eventuell Jitsi oder Zoom.


Fr. 9. Juli 2021, ab 19:00 Uhr: Internes Vereinstreffen, Einladung erfolgt per E-Mail.


Fr. 16. Juli 2021, ab 19:00 Uhr: Telko unter: 089-4433-3333 oder +49-89-4433-3333, Code: 51194614. Eventuell Jitsi oder Zoom.


Fr. 23. Juli 2021, ab 19:00 Uhr: Telko unter: 089-4433-3333 oder +49-89-4433-3333, Code: 51194614. Eventuell Jitsi oder Zoom.


Fr. 30. Juli 2021, ab 19:00 Uhr: Telko unter: 089-4433-3333 oder +49-89-4433-3333, Code: 51194614. Eventuell Jitsi oder Zoom.

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Säkulare Links

  1. gbs – Giordano-Bruno-Stiftung
  2. gbs – Sachliche Informationen über Schwangerschaftsabbrüche
  3. gbs – Hochschulgruppen
  4. HAI – Hans-Albert-Institut
  5. ifw – Institut für Weltanschauungsrecht
  6. fowid – Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland
  7. WHO-is-HU – Gesichter im gegenwärtigen Humanismus
  8. Letzte Hilfe – Mein Ende gehört mir!
  9. SF-HH – Säkulares Forum Hamburg
  10. IBKA – Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten
  11. KORSO – Koordinierungsrat säkularer Organisationen
  12. ARR – Säkulare Flüchtlingshilfe Hamburg
  13. Wahlprüfsteine 2013
  14. Wahlprüfsteine 2015
  15. Wahlprüfsteine 2017
  16. RDF – Richard-Dawkins-Foundation
  17. ZdE – Zentralrat der Ex-Muslime
  18. hpd – Humanistischer Pressedienst
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BÜ­CHER

Hamburger Autoren

rational
aufgeklärt
humanistisch
religionskritisch

  1. Akerma, Karim: „Außer­irdi­sche Ein­leitung in die Phi­lo­so­phie: Extra­terres­trier im Denken von Epikur bis Hans Jonas“, 2016 (Weitere Publi­kati­onen)
  2. Harde, Hermann: „Was trägt CO2 wirklich zur globalen Erwärmung bei? Spek­tros­ko­pische Un­ter­su­chun­gen und Mo­dell­rech­nun­gen zum Einfluss von H2O, CO2, CH4 und O3 auf unser Klima“, 2011 (Weitere Publi­kati­onen)
  3. Hof­mann, Burk­hard: „Und Gott schuf die Angst: Ein Psy­cho­gramm der ara­bi­schen Seele“, 2018
  4. Lührs, Chris­tian: „Gut sein ohne Gott: Ethik und Welt­an­schau­ung für Kinder und andere aufgeklärte Men­schen“, 2007
  5. Nos­sack, Hans Er­ich: „Das Tes­ta­ment des Lu­ci­us Eu­ri­nus“, 1981
  6. Ru­dolph, Holger F.: „De­ter­mi­nis­mus oder Rückkehr des De­ter­mi­nis­mus“, 2019
  7. Schulz, Paul: „Co­dex Athe­os: Die Kraft des Athe­is­mus“, 2006 (Weitere Publikationen)
  8. Vahrenholt, Fritz: „Unerwünschte Wahrheiten“, 2020
    „Die kalte Sonne. Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet“, 2012
  9. Voss, Burger: „Aus­ge­glaubt!: Warum Athe­isten für die Ge­sell­schaft wertvoll sind“, 2018
    „Vom Anfang und Ende aller Dinge: Eine Ent­de­ckungs­rei­se durch die Ge­schich­te der Wis­sen­schaften“, 2015

Kennt jemand weitere „rationale, aufgeklärte, humanistische, religionskritische“ Hamburger Autoren?

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SÄKULARES RADIO

Zur Zeit gibt es in Hamburg im TIDE.radio drei säkulare Radiosendungen weltweit als Livestream zu hören oder über:

  • UKW: 96,0 MHz,
  • DAB+: Kanal 11C,
  • Digitales Kabel: Vodafone auf 122 MHz, willy.tel / wilhelm.tel auf 666 MHz,
  • Analoges Kabel: willy.tel & wilhelm.tel auf 95,45 MHz.

Alle Sendungen sind 7 Tage zum Nachhören auf TIDE.radio zu finden.

  1. „Sä­ku­la­re Flücht­lings­hil­fe Ham­burg“ – Atheisten helfen Atheisten

können Sie jeden 1. Montag im Monat um 08:30 Uhr hören. Aufzeichnungen der Sendungen findet man auf Mixcloud.

  1. „Radio Meirra“

können Sie jeden 3. Montag im Monat um 18:00 Uhr hören. Aufzeichnungen der Sendungen findet man auf Mixcloud.

  1. „Die fröhlichen Gottlosen“

können Sie jeden 3. Montag im Monat um 20:00 Uhr hören. Aufzeichnungen der Sendungen findet man auf Mixcloud.


Mitarbeiter gesucht

Für unsere monatliche Radio­sen­dung DIE FRÖH­LI­CHEN GOTT­LO­SEN auf TIDE.radio suchen wir zum The­men­kom­plex Hu­ma­nis­mus und Religion einen Mit­ar­bei­ter (m/w/d). Ins­be­son­dere geht es um die Aufnahme der Sendung, konzeptionelle Mitarbeit ist ebenfalls möglich. Wir machen keine Di­rekt­üb­er­tra­gun­gen, sondern Vor­pro­duk­ti­onen: Das Interview mit unserem jeweiligen Gast im Studio oder am Telefon wird aufgezeichnet und als MP3 abgespeichert.
Für die Bedienung des Mischpults im Tide-Studio bieten wir selbstverständlich eine Einweisung Schritt für Schritt.

Telefon: +49-40-6964-5087
Mobil   : +49-151-5921-9537


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Über uns (2020-10-25)

Der Verein Freie Säkulare Humanisten Hamburg – fshh – wurde im Mai 2020 gegründet. Hier die sieben Punkte der Satzung:

  1. Zweck des Vereins ist der Meinungsaustausch freier säkularer Humanisten. Grundlage aller Diskussionen sind Realismus und Humanismus, Naturwissenschaften und sonstige evidenzbasierte Wissenschaften. Auch über Themen außerhalb dieses Rahmens wird diskutiert oder spekuliert – im dem Sinne, wie Bertrand Russell Philosophie versteht.
  2. Voraussetzung einer Mitgliedschaft ist die Anerkennung und Achtung der Prinzipien und Gesetze eines demokratischen Rechtsstaats sowie die Anerkennung und Achtung der Menschenrechte. Zudem dürfen Mitglieder nicht rechtskräftig wegen eines Verbrechens verurteilt sein.
  3. Jedes Mitglied achtet die anderen Mitglieder als Mitmenschen, welche Meinung sie auch immer vertreten. Es gibt also keine Meinungs- oder Sprachregelungen, und es gibt auch keine politischen Vorgaben – kein Mensch wird ausgeschlossen.
  4. Jeder ist herzlich willkommen, solange er die in Punkt 1. bis 3. genannten Leitlinien anerkennt.
  5. Die Mitgliedschaft wird formlos beim Vorstand beantragt, ebenso der Austritt. Der Vorstand kann ohne Anspruch auf Begründung Mitglieder aufnehmen oder ausschließen.
  6. Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Personen. Fällt ein Vorstandsmitglied aus (Rücktritt, Tod), so bestimmt der verbleibende Vorstand einen Nachfolger aus den Mitgliedern. Die Mitglieder beraten gemeinsam über die Belange des Vereins. Wird keine Einigung erzielt, so entscheidet der Vorstand.

  7. Der Verein ist beitragsfrei.

Hier die Satzung als pdf-File.

Kontakt – Mitgliedschaft

Wenn Sie an unserem Verein interessiert sind können sie uns kontaktieren über:

+49-40-724-4650 oder
+49-176-4337-0362 oder

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Impressum (2020-12-05)

Freie Säkulare Humanisten Hamburg
c/o Dr. Rolf Schröder
Möörkenweg 37
21029 Hamburg

Telefon: +49-40-724-4650
Mobil   : +49-176-4337-0362

V.i.S.d.P.: Dr. Rolf Schröder, für namentlich gezeichnete Beiträge der jeweilige Autor.

Vorstand

  1. Rolf Schröder
  2. Jörg Elbe
  3. Rudolf Carnap
  4. Bertrand Russell
  5. Friedrich Nietzsche
  6. Ludwig Feuerbach
  7. Epikur (Ἐπίκουρος)
  8. Demokrit (Δημόκριτος)

Alle Vorstandsmitglieder sind über erreichbar.


Bei Fragen zu diesen Webseiten wenden Sie sich bitte an den .

Die Freien Säkularen Humanisten Hamburg übernehmen keine Haftung für verlinkte Webseiten.


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